Erfahrungsbericht Grundkurs
Neukirchen-Vluyn
Hallo liebe Fliegerfreunde,
einige haben mich gefragt : "Seit wann fliegt Du und wo"
hier möchte ich euch kurz berichten
ab wann ich fliege.
Im Mai 2005 habe ich bei der Flugschule
Revierwings in Neukirchen.Vluyn einen Schupperkurs gemacht.
Danach den Grundkurs belegt. (1 Wo.
Urlaub)
Bei den Hangstarts auf der Mellbeck habe
ich in jedes Hasenloch getreten, das
sich dort befand und mir den Fuss
umgeschlagen. - War aber nicht weiter so schlimm.
Da das Wetter im Juni nicht so gut war
legte ich meine Theoretische Prüfung L-Schein ab.
Als das Wetter besser wurde ging es an
die Winde. - Flachschlepps ohne ausklinken -
Klappte alles auch sehr gut.
Da ich aber wieder arbeiten musste
konnte ich den für Donnerstagvormittag angesetzten Termin für
die Windenschlepps
nicht mitmachen.
Erst gegen 18.30 Uhr klappte es bei mir.
Zu diesem Zeitpunkt war kein Wind.
Der Fluglehrer Peter Seifert nahm mich
zu einem neuen Flachschlepp an die Winde.
Schlepphöhe ca 15m.
Er wollte mich bis zur Winde schleppen
und dann wieder über Funk absetzen.
Sein Kommando zum runterbremsen /
durchbremsen kam aber sehr spät,
sodass ich bei Nullwind ziemlich schnell
und nicht richtig durchgebremst eine Landung wie auf Beton hinlegte.
Mit dem Resultat, dass ich mir ziemlich
das Bein geprellt habe. (Dicker Fuss und Schmerzen bis zum Knie).
Somit musste ich mir erst einmal eine
Auszeit von 2 Wochen nehmen, (Pilotenentscheidung, da jeder
Pilot für seine eigene Gesundheit
selber verantwortlich ist) damit mein Bein wieder heilen konnte.
Um genau zu sein 1 Woche und die zweite
woche war Peter Seifert mit dem Drachenfluggrundkurs beschäftigt
(was mir sehr Recht war bzgl. des
schmerzenden Beines).
Da er sich unteranderem in dieser Zeit
mit dem Drachenfluggrundkurs beschäftigen wollte und ich für
den
Grundkurs Gleitschirm 3 Monate Zeit
hatte habe ich kein Problem für meine Auszeit gesehen.
Mittlerweile waren alle
Gleitschirmflieger weiter wie ich.
Die konnten jetzt ausklingen und
Platzrunden fliegen.
Angesetzt waren 10 Windenschlepps mit
Ausklinghöhe 40 -100m.
Irgendwie hatte er wohl keine Lust mehr
mit mir weiter zu machen.
Am Ersten Sonntag durfte ich nicht
starten weil die Drachenflieger die Schleppstrecke brauchten, obwohl
auch
die Gleitschirmflieger flogen.
- Habe ich noch verstanden, da ich die
Schleppstrecke durch zurücklaufen blockiert hätte -
Am Zweiten Sonntag wollte ich wieder an
den Start. Der Startleiter hatte schon ok gegeben , ich war schon
eingehängt und fertig.
Der Fluglehrer bediente auch
gleichzeitig die Winde. Das hiess, er brachte das Schleppseil,
ueberpruefte mich und wie
ich eingehaengt war, fuhr dann mit
seinem Krad wieder zur Winde.
Aber mitten auf der Schleppstrecke
drehte er um, kam zurück und sagte mir, "damit bin ich nicht
einverstanden, aushängen".
Keiner der anderen Gleitschirmflieger
noch der Startleiter hat das verstanden, da ich vorher auch schon
geschleppt wurde.
Da wir uns in der Flugschule mit 2 Mann
eine Ausrüstung teilen mussten, überlies ich meinem
Flugpartner diese und
fragte den Peter (Fluglehrer) ob ich mir
in der Flugschule ein Gurtzeug und Schirm für Aufziehübungen
holen könnte.
Was er bejahte.
So hiess es für mich zum Parkplatz
1km zu laufen, mir die Ausrüstung in der Flugschule zu holen und
vom Parkplatz wieder zurück laufen.
Die Ausrüstung bestand aus einem
alten, nicht verstellbaren Leichtgurtzeug mit einem alten Gleitschirm
für Piloten von 90 -120 Kilo. Ich bin 62 Kilo.
Da ich mich nicht unterkriegen lasse,
versuchte ich diesen Megaschirm vorwärts aufzuziehen, wobei mir das
alte Gurtzeug immer von den Schultern
rutschte.
So ging ich mitsamt Gurtzeug zur
Schleppstrecke und fragte Peter wo ich dieses einstellen kann.
Er holte eine Schnur aus seiner Tasche
und band es mir zusammen mit dem Kommentar, "so geht das".
Nun versuchte ich mein Glück
weiter. Bei Null Wind für mich, war aufziehen nicht möglich.
(Egal wie ich mich angestrengt habe, er kam nie ganz hoch.)
Alle bei mir landenden Piloten, die das
Schauspiel (die Quaelerei) beobachtet hatten, waren über Peter und
sein vorgehen entsetzt.
An diesem Tag beendete er den Grundkurs
für die anderen, da sie ihre Flüge hatten und
meinen Grundkurs beendete er mit der
Aussage ich sei zwar ehrgeizig und pünktlich aber motorisch
gestört.
Ich könne aber jeder Zeit auf die
Schleppstrecke kommen und helfen.
Was ich nicht tat.
Die 3 Monate waren auch noch nicht
vorbei. Nur für ihn war die "Sache" erledigt.
Dis ist der wesentliche Teil meiner
Erlebnisse bei Peter Seifert, mal abgesehen vom viel zu grossem
Independens Gurtzeug,
was mir blaue Flecke in Höhe der
Kniekehlen und einen steifen Nacken eingebracht hat und einen
Tandemflug mit ihm,
bei dem ich nicht in das viel zu fest
eingestellte Gurtzeug beim Windenschlepp kam.
Erst nach viel gewackel und Tritte in
das Gurtzeug von ihm kam ich in den Sitz.
Ich hing also beim Schlepp im Gurtzeug
und hatte fürchterliche Angst rauszufallen.
Er hatte mir vorher nichts zum
Tandemflug erklaert ausser laufen .. laufen .., mich nicht gefragt ob
ich es ruhig oder sportlich mag .. einfch nichts.
Nun habe ich einen Höllen Respekt
vor der Winde.
Zum Glück wurde bei mir in Neuss
vom Skyteam Neuss eine Schleppstrecke eröffnet.
Der Fluglehrer ist Peter Nitsche (auch DHV Prüfer) von Flatland
Paragliding in Leverkusen.
Ihm schilderte ich meine Situation mit
dem Resultat, dass ich nun meine praktische L-Schein Ausbildung 10
Flüge bei ihm machen kann
und im
Anschluss direkt den A-Schein auf Winde machen darf.
Leider ist es im Moment aber mit den
Wetter-Windbedingungen hier nicht so gut, sodass ich mit dem Fliegen
noch warten muss,
da er nur bei guten Bedingungen schulen
möchte.
Im Moment bin ich gerade in der A-Schein
Theorie bei Peter Nitsche, (Prüfung Dezember 2005),
damit ich mich dann nächstes Jahr
nur noch mit Starten - Fliegen und Landen beschäftigen muss.
Peter Nitsche ist im Gesensatz zu Peter
Seiffert ein hervorragender pädagogischer Fluglehrer.
Das merkt man schon im Umgang mit seinen
Flugschülern und daran, dass er jeden Flugschüler nach
Grösse und Gewicht fragt für die Ausrüstung.
Jeder Flugschüler bekommt eine auf
ihn abgestimmte Ausrüstung.
(Ich habe mir nach den Erfahrungen mit
Peter Seiffert über den DHV meine eigene, für mich passende
Ausrüstung zugelegt)
Somit glaube ich nunmehr den richtigen
Ausbilder gefunden zu haben und fühle mich gut aufgehoben bei
Peter Nitsche.
Ich bin also mehr auf dem Boden gewesen
als in der Luft mit viel Theorie, Lauferfahrung, was sich hoffentlich
nächstes Jahr ändert.
Ist doch nicht so kurz geraten.
Die Antwort auf die Frage "Seit wann
fliegt Du und wo".
Ich wünsche euch gute Flüge
Karin

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